Die Geschichte des/der Medizinischen Fachangestellten
Der Beruf der/des Medizinischen Fachangestellten gehört zu den klassischen, überwiegend von Frauen ausgeübten Assistenzberufen im Gesundheitswesen und kann auf eine lange Tradition zurückblicken. In den letzten Jahren haben sich auch einige Männer entschieden, diesen Beruf zu erlernen. Der Beruf Arzthelferin entstand in den fünfziger Jahren aus dem Bedürfnis der Ärzte und Ärztinnen, in der Praxis eine Kraft zur Verfügung zu haben, die über Kenntnisse und Fertigkeiten sowohl im Bereich Medizin als auch im verwaltungstechnischen Bereich verfügt. Bis dahin arbeiteten in den Praxen Krankenschwestern, medizinisch-technische Assistentinnen und Sekretärinnen. Die Ausbildung zur Arzthelferin besteht aus den wesentlichen Inhalten dieser drei Berufe, sie erfolgte zunächst ungeregelt und auf der Basis des Anlernens oder in Privatschulen. Im Jahr 1965 wurde der Beruf als Lehrberuf mit zweijähriger Lehrzeit in einigen Bundesländern anerkannt und bald zum Wunschberuf vieler junger Frauen.
Die Ausbildungsordnung zum/zur Arzthelfer/- in trat im Jahr 1986 in Kraft. Ab jetzt wird der Beruf nach § 25 Berufsbildungsgesetz 1969 geregelt (neu: § 5 BBIG 2005) und ist damit staatlich anerkannt. Auf Grundlage dieser Berufsbildung wurden damit auch Weiterbildungen möglich. Die Ausbildung dauert nun bundeseinheitlich drei Jahre.
Am 01.08.2006 wurde eine neue Verordnung zur Berufsausbildung festgelegt. Die Ausbildungsinhalte wurden geändert und es entstand die neue Berufsbezeichnung „Medizinische/r Fachangestellte/r“.
Die Charakterisierung des Berufsbildes Medizinische Fachangestellte, kurz MFA, haben längst nichts mehr mit den „Sprechstundenhilfen“ der 50er-Jahre zu tun. Auch der Begriff „Arzthelferin“ trifft die Tätigkeit in einer modernen Praxis nicht mehr. Das Spektrum ist viel komplexer geworden, als „nur“ dem Arzt zu helfen.
Seit August 2006 heißt die Arzthelferin daher „Medizinische Fachangestellte“. Ein passender Name für einen Beruf, der fundiertes medizinisches Fachwissen, organisatorisches Talent und einen feinfühligen Umgang mit Menschen erfordert.
Medizinische Fachangestellte arbeiten hauptsächlich für Arzt- und Facharztpraxen, wie z. B. Allgemeinärzte, Internisten, Gynäkologen oder Orthopäden.
Sie sind die Schnittstelle zwischen Arzt und Patient, Technik und Mensch. Eingebunden in ein Team, betreuen sie die Patienten, vereinbaren Termine und managen den Praxisbetrieb. Hinter diesem Schlagwort steckt ein ganzes Bündel an Jobs, von denen etwa die eine Hälfte in den Medizin-, die andere in den Verwaltungsbereich fällt.
Die Ausbildung
Die Ausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten soll die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, damit die Auszubildenden als Mitarbeiter des Arztes wichtige und schwierige Aufgaben im Rahmen ihrer helfend-unterstützenden Tätigkeit erfüllen können. Dazu benötigen sie ein hohes Maß an Verantwortlichkeit, Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt.
Die Ausbildung gliedert sich in Theorie und Praxis, d. h. sie erfolgt in der MVZ Praxis und in der Berufsschule.
Die Ausbildung dauert in der
- Erstausbildung 3 Jahre
- Umschulung 2 Jahre
Die Ausbildungsvergütung
Im Rahmen der schulischen Ausbildung ist es möglich, durch die Hufeland MVZ GmbH ein Ausbildungsdarlehen zu erhalten. Die finanzielle Förderung setzt eine zweijährige vertragliche Bindung an das Hufeland MVZ voraus.