Die Krankenpflege wird bereits in der Bibel beschrieben. Dort wird sie den sieben Werken der Barmherzigkeit zugeordnet. Wer kennt nicht die Geschichte vom barmherzigen Samariter (Lukas 10, 25-37)? In früher Zeit kümmerte man sich um erkrankte Pilger und errichtete Hospitäler entlang der Pilgerwege. Auch in Europa wurden später Hospitäler für die an Lepra erkrankten Menschen gebaut.
Die Lepra kam mit den Kreuzzügen in die Alte Welt. Die Leprakranken waren Aussätzige. Sie brauchten besondere Bleibestätten, die Hospitäler. Ähnliches wiederholte sich im
14. Jahrhundert für die Opfer der Pest. Auch sie mussten besondere Bleiben bekommen. Viele heilig
gesprochene Menschen wurden durch ihre Tätigkeit in der Krankenpflege berühmt. Die Vinzentinerinnen waren die Ersten, die die Krankenpflege organisierten.
Florence Nightingale war die Mutter der professionellen Krankenpflegeausbildung in Großbritannien. Der Pastor Theodor Fliedner gründete nach ihrem Vorbild in Kaiserswerth das erste Diakonissenhaus. Gründer der gesellschaftlichen (im Gegensatz zur kirchlichen) Krankenpflegeausbildung war Henri Dunant.
Weitere berühmte Krankenpflegerinnen der Geschichte sind Agnes Karll, Virginia Henderson, Nancy Roper, Cicely Saunders.
Die Pflege hat mittlerweile eine solide wissenschaftliche Basis, die in den letzten Jahrzehnten immer breiter gefächert wurde. Dabei sind die deutschsprachigen Länder dabei, den Vorsprung der angelsächsischen Länder in der Pflegewissenschaft aufzuholen.